Elise Dechannes
Purismus im Glas – Das Finale einer Biodynamik-Pionierin
Die Weine
Vom Bankenparkett zur Champagner-Ikone:
2008 tauschte Elise Dechannes ihre Karriere in der Finanzwelt gegen die Arbeit im Weinberg in ihrer Heimat Les Riceys an der Côte des Bar. Ihr Ziel: Champagner in besonders reiner, ungeschminkter Form zu keltern.
Auf ihren rund 4,5 Hektar ging Dechannes stets noch kompromissloser vor als die meisten Bio-Winzer. Sie verzichtete schrittweise auf Kupfer und schützte ihre Reben ausschließlich mit Pflanzensuden aus Brennnessel und Rosmarin. Selbst die biologisch-dynamischen Präparate rührte sie von Hand an. Ihre Champagner wurden spontan vergoren, unfiltriert abgefüllt und überwiegend als Brut Nature (Zero Dosage) belassen.
Im Zentrum steht der Pinot Noir, der auf den tiefen Kimmeridge-Kalkböden von Les Riceys wächst. Dechannes nutzt neben gebrauchten Holzfässern mit großem Erfolg auch Terrakotta- und Steingut-Amphoren (Cuvées Absolue Terre, Absolue Grès), um die Mineralität und Struktur des Terroirs ohne dominierenden Holzeinfluss herauszuarbeiten.
Nach dem extremen Jahr 2024, in dem sie aufgrund des Witterungsdrucks auf eine Ernte verzichtete, beendete Elise Dechannes bewusst ihre Tätigkeit. Somit ist der Jahrgang 2023 der finale Jahrgang ihrer Domaine. Die verbliebenen Flaschen sind dementsprechend hochbegehrte Raritäten, ja, ein Stück Champagner-Geschichte.
Auf einen Blick
- Region
- Côte des Bar
- Subregion
- Les Riceys
- Rebsorten
- Pinot Noir, Chardonnay
- Böden
- Kimmeridge-Kalkböden
- Arbeit
- Biodynamisch
Einen großen Champagner herzustellen ist undenkbar, ohne das Land und die Menschen zu respektieren, die es bearbeiten.
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